Bäume mit G sind eine kleine, aber außergewöhnliche Gruppe. Der Ginkgo überdauert seit Urzeiten, der Götterbaum erobert in Windeseile Städte und Brachen, und der Goldregen zieht im Frühsommer mit goldgelben Blütenkaskaden alle Blicke auf sich. Eintönig wird es mit diesen Bäumen garantiert nicht.
Hier bekommst du die wichtigsten Bäume mit G im Überblick, mit ihren Stärken und Eigenheiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Der bekannteste Baum mit G ist der Ginkgo, ein lebendes Fossil und einer der robustesten Stadtbäume überhaupt.
- Der Götterbaum wächst rasend schnell, gilt aber als invasiv und steht auf der EU-Liste problematischer Arten.
- Der Goldregen besticht mit hängenden gelben Blütentrauben, ist aber in allen Teilen stark giftig.
- Bäume mit G sind selten, dafür hat jeder von ihnen einen ausgeprägten Charakter.
| Baum | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ginkgo | bis 40 m | Lebendes Fossil, sehr robust, goldgelbe Herbstfärbung |
| Götterbaum | bis 30 m | Extrem schnellwüchsig, invasiv, in Städten verbreitet |
| Goldregen | bis 7 m | Hängende gelbe Blütentrauben, stark giftig |
Ginkgo – das lebende Fossil
Der Ginkgo ist eine botanische Sensation: Seine Art existiert seit über 200 Millionen Jahren nahezu unverändert und ist die einzige Überlebende einer ganzen Pflanzengruppe. Er wird bis zu 40 Meter hoch und trägt unverwechselbare fächerförmige Blätter, die sich im Herbst leuchtend goldgelb färben. Der Ginkgo ist extrem widerstandsfähig gegen Abgase, Schädlinge und Krankheiten, weshalb er ein beliebter Stadtbaum ist. In Hiroshima überlebten Ginkgos sogar in der Nähe des Atombombenabwurfs. Ein Hinweis für Gartenbesitzer: Weibliche Bäume bilden übel riechende Samen, deshalb pflanzt man meist männliche Exemplare.
Götterbaum – der schnelle Eroberer
Der Götterbaum stammt aus China und gehört zu den am schnellsten wachsenden Bäumen überhaupt, junge Exemplare legen pro Jahr mehrere Meter zu. Mit bis zu 30 Metern und gefiederten Blättern erinnert er an eine Esche. So robust er ist, so problematisch ist er auch: Er breitet sich über Wurzelausläufer und unzählige Samen invasiv aus, sprengt Mauern und verdrängt heimische Arten. Auf der EU-Liste invasiver Arten ist er deshalb gelistet, von einer Anpflanzung wird abgeraten.

Goldregen – die goldene Blütenkaskade
Der Goldregen ist ein kleiner Zierbaum oder Großstrauch von bis zu sieben Metern Höhe. Im Mai und Juni hängt er voller leuchtend gelber Blütentrauben, die ihm seinen Namen geben und ihn zu einem der spektakulärsten Frühsommerblüher machen. So schön er ist, so gefährlich ist er auch: Alle Pflanzenteile, besonders die Samen in den Hülsen, sind stark giftig. In Gärten mit kleinen Kindern sollte man das bedenken oder auf ihn verzichten.
Der Ginkgo als Stadtbaum der Zukunft
Während viele heimische Arten unter Hitze, Trockenheit und Streusalz leiden, bleibt der Ginkgo erstaunlich unbeeindruckt. Er verträgt verdichtete Böden, Abgase und Hitzeinseln in der Stadt besser als fast jeder andere Baum und wird kaum von Schädlingen befallen. Genau deshalb pflanzen immer mehr Kommunen ihn entlang von Straßen und auf Plätzen. Im eigenen Garten braucht er nur einen sonnigen Standort und etwas Geduld, dafür begleitet er dich dann über Generationen.
Fazit
Bäume mit G sind echte Charakterköpfe. Der Ginkgo überzeugt als robuster, uralter Überlebenskünstler und Stadtbaum der Zukunft, der Goldregen als spektakulärer, aber giftiger Blütenbaum. Vom Götterbaum lässt man wegen seiner invasiven Ausbreitung besser die Finger.
Häufige Fragen
Warum gilt der Ginkgo als lebendes Fossil?
Seine Art existiert seit über 200 Millionen Jahren nahezu unverändert und hat alle großen Aussterbeereignisse überdauert. Damit ist er einer der ältesten Baumtypen der Erde.
Ist der Goldregen giftig?
Ja, und zwar stark. Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen, enthalten Giftstoffe. In Familiengärten ist deshalb Vorsicht geboten.
Darf man einen Götterbaum pflanzen?
Davon wird abgeraten. Der Götterbaum steht auf der EU-Liste invasiver Arten, breitet sich unkontrolliert aus und verdrängt heimische Pflanzen.
