Bäume mit I sind eine echte Rarität, denn der Buchstabe ist im Deutschen kaum mit Baumnamen besetzt. Umso bekannter ist die Stechpalme, die mit ihren glänzenden Blättern und roten Beeren zur Weihnachtszeit überall auftaucht. Dazu kommt ein exotisches Obstgehölz, das immer mehr Gärtner für sich entdecken.
Diese Bäume mit I solltest du kennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der bekannteste Baum mit I ist die Stechpalme, auch Ilex genannt, ein immergrünes heimisches Gehölz.
- Ihre stacheligen Blätter und roten Beeren machen sie zum klassischen Weihnachtsschmuck.
- Die Stechpalme steht unter Naturschutz und war Baum des Jahres 2021.
- Die Indianerbanane ist ein exotisches Obstgehölz mit I, das in milden Lagen zunehmend Anhänger findet.
| Baum | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Stechpalme (Ilex) | bis 15 m | Immergrün, stachelige Blätter, rote Beeren, geschützt |
| Indianerbanane | bis 8 m | Größte essbare Frucht Nordamerikas, winterhart |
Stechpalme – der immergrüne Klassiker
Die Stechpalme, botanisch Ilex, ist eines der wenigen heimischen immergrünen Laubgehölze und wird je nach Standort bis zu 15 Meter hoch. Ihre dunkelgrünen, glänzenden Blätter mit den charakteristischen Stacheln sind unverwechselbar, im Winter leuchten dazu die roten Beeren. Diese sind allerdings giftig und sollten nicht gegessen werden. Die Stechpalme ist zweihäusig, das heißt nur weibliche Pflanzen tragen Beeren, und zwar nur, wenn ein männlicher Baum in der Nähe steht. Als heimische Art steht sie unter Naturschutz und wurde 2021 zum Baum des Jahres gekürt. Im Garten ist sie ein robustes, schattenverträgliches Heckengehölz.

Indianerbanane – die exotische Überraschung
Die Indianerbanane, botanisch Asimina triloba, stammt aus dem östlichen Nordamerika und wird bei uns bis zu acht Meter hoch. Sie trägt die größte essbare Frucht des nordamerikanischen Kontinents, deren cremiges Fruchtfleisch an eine Mischung aus Banane und Mango erinnert. Erstaunlicherweise ist der Baum trotz seiner tropisch anmutenden Früchte gut winterhart und gedeiht auch in Deutschland. Deshalb findet die Indianerbanane als ungewöhnliches Obstgehölz immer mehr Liebhaber, die etwas Besonderes in ihren Garten holen wollen.
Stechpalme im Garten: das solltest du wissen
Die Stechpalme ist pflegeleicht und vielseitig, ein paar Punkte solltest du aber beachten. Sie wächst langsam und verträgt sowohl Sonne als auch Schatten, weshalb sie sich gut als immergrüne Hecke oder als Sichtschutz unter größeren Bäumen eignet. Damit sich die dekorativen roten Beeren bilden, brauchst du eine weibliche Pflanze und einen männlichen Bestäuber in der Nähe. Die Beeren sind giftig, weshalb in Familiengärten Vorsicht geboten ist. Als heimische, geschützte Art ist sie zugleich ein wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt, da Vögel ihre Beeren im Winter gerne fressen.
Fazit
Bäume mit I sind selten, aber sehenswert. Die Stechpalme ist ein robustes, immergrünes und geschütztes Gehölz, das Garten und Weihnachtsschmuck gleichermaßen bereichert. Wer es exotisch mag, findet in der winterharten Indianerbanane ein ungewöhnliches Obstgehölz mit Seltenheitswert.
Häufige Fragen
Sind die Beeren der Stechpalme giftig?
Ja. Die roten Beeren der Stechpalme sind für Menschen giftig und können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Für viele Vögel sind sie dagegen eine wichtige Winternahrung.
Warum trägt meine Stechpalme keine Beeren?
Die Stechpalme ist zweihäusig. Nur weibliche Pflanzen bilden Beeren, und das auch nur, wenn ein männliches Exemplar zur Bestäubung in der Nähe steht.
Kann man Indianerbananen in Deutschland anbauen?
Ja. Die Indianerbanane ist trotz ihrer exotischen Früchte winterhart und gedeiht an einem sonnigen, geschützten Standort auch hierzulande.
