Bäume mit O führen uns in den Süden. Olivenbaum und Orangenbaum prägen die Landschaften und Gärten des Mittelmeerraums und stehen bei uns für Urlaubsgefühl auf Terrasse und Balkon. Dazu gesellt sich mit der Ölweide ein erstaunlich robustes Gehölz, das auch raue Standorte verträgt.
Hier findest du die wichtigsten Bäume mit O im Überblick.
Das Wichtigste in Kürze
- Bäume mit O sind überwiegend mediterrane Arten, allen voran der Olivenbaum.
- Der Olivenbaum kann über tausend Jahre alt werden und liefert Oliven und Olivenöl.
- Der Orangenbaum gab der Orangerie ihren Namen und ist bei uns eine klassische Kübelpflanze.
- Die Ölweide ist ein robustes, silbrig belaubtes Gehölz, das sogar Stickstoff im Boden bindet.
| Baum | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Olivenbaum | bis 15 m | Immergrün, sehr langlebig, liefert Oliven und Öl |
| Orangenbaum | bis 10 m | Immergrün, duftende Blüten, klassische Kübelpflanze |
| Ölweide | bis 7 m | Silbrige Blätter, robust, bindet Stickstoff im Boden |
Olivenbaum – der uralte Mittelmeerbaum
Der Olivenbaum ist das Symbol des Mittelmeerraums schlechthin und wird bis zu 15 Meter hoch. Er ist immergrün, trägt silbrig schimmernde Blätter und kann ein erstaunliches Alter erreichen, manche Exemplare sind über tausend Jahre alt und bilden dabei eindrucksvoll knorrige Stämme. Aus seinen Früchten, den Oliven, wird das berühmte Olivenöl gepresst. In Deutschland ist er nicht winterhart und gedeiht deshalb meist im Kübel, der frostfrei überwintert wird. Nur in den allermildesten Lagen hat er im Freiland eine Chance.
Orangenbaum – der Namensgeber der Orangerie
Der Orangenbaum ist ein immergrüner Zitrusbaum von bis zu zehn Metern Höhe, der in subtropischem Klima Orangen trägt. Seine weißen Blüten verströmen einen intensiven, betörenden Duft. Bei uns ist er nicht winterhart und wird traditionell im Kübel kultiviert. Tatsächlich verdanken die prächtigen Orangerien an Schlössern ihren Namen genau diesen Bäumen, die dort früher den Winter überdauerten. Mit einem hellen, kühlen Winterquartier lässt er sich auch heute gut halten.

Ölweide – der robuste Bodenverbesserer
Die Ölweide ist ein anspruchsloser Strauch oder Kleinbaum von bis zu sieben Metern, der durch seine silbrig-grauen Blätter auffällt. Sie ist extrem robust, verträgt Wind, Trockenheit und salzige Böden und wird deshalb gerne an Küsten und in rauen Lagen gepflanzt. Eine Besonderheit ist ihre Fähigkeit, über Knöllchenbakterien an den Wurzeln Stickstoff zu binden und so den Boden zu verbessern. Ihre kleinen, unscheinbaren Blüten duften angenehm, einige Arten tragen sogar essbare Beeren.
Mediterrane Bäume mit O im eigenen Garten
Olivenbaum und Orangenbaum bringen Urlaubsstimmung auf die Terrasse, brauchen bei uns aber Schutz vor Frost. Am einfachsten hältst du sie im Kübel, den du im Winter an einen hellen, kühlen und frostfreien Ort stellst, etwa ins Treppenhaus oder den Wintergarten. Im Sommer dürfen sie dann nach draußen in die volle Sonne. Wer es unkomplizierter mag und einen winterharten Baum sucht, ist mit der Ölweide gut beraten, die auch im Freiland zuverlässig gedeiht. So holst du dir den Süden in den Garten, ganz nach deinem Geschmack.
Fazit
Bäume mit O stehen für mediterranes Flair. Olivenbaum und Orangenbaum sind wunderschöne Kübelpflanzen, die mit etwas Winterschutz auch bei uns gedeihen. Die Ölweide ergänzt die Gruppe als robustes, winterhartes Gehölz, das selbst raue Standorte meistert.
Häufige Fragen
Ist ein Olivenbaum in Deutschland winterhart?
In der Regel nicht. Der Olivenbaum verträgt nur leichte Fröste und wird deshalb bei uns meist im Kübel gehalten und frostfrei überwintert. Nur in sehr milden Lagen ist eine Auspflanzung möglich.
Warum heißt die Orangerie so?
Die Orangerien an Schlössern wurden gebaut, um Orangen- und andere Zitrusbäume frostfrei zu überwintern. Daher leitet sich ihr Name vom Orangenbaum ab.
Welcher Baum mit O ist winterhart?
Die Ölweide. Sie ist robust, verträgt Trockenheit, Wind und salzige Böden und gedeiht auch im Freiland zuverlässig, anders als Oliven- und Orangenbaum.
