Bäume mit Q sind im Deutschen eine Seltenheit, denn der Buchstabe ist kaum mit Baumnamen besetzt. Praktisch alles dreht sich um die Quitte, einen fast vergessenen Obstbaum, der gerade eine kleine Renaissance erlebt. Dazu kommt ihre robuste Verwandte, die Zierquitte.
Diese Bäume mit Q solltest du kennen.
Das Wichtigste in Kürze
- Bäume mit Q sind eine echte Rarität, im Deutschen gibt es praktisch nur die Quitte.
- Die Quitte ist ein alter Obstbaum, dessen gelbe Früchte roh hart sind und erst gekocht ihr Aroma entfalten.
- Die Zierquitte ist ein robuster Verwandter mit leuchtenden Blüten im zeitigen Frühjahr.
- Beide sind pflegeleicht und bringen Duft, Blüten und ungewöhnliche Früchte in den Garten.
| Baum | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Quitte | bis 8 m | Gelbe duftende Früchte, erst gekocht genießbar |
| Zierquitte | bis 3 m | Leuchtende Blüten im Frühjahr, robust, essbare Früchte |
Quitte – der duftende Obstklassiker
Die Quitte ist ein alter Obstbaum von bis zu acht Metern Höhe, der mit seinen großen, filzig behaarten Blättern und den rosa-weißen Blüten ein hübsches Bild abgibt. Ihre gelben, apfel- oder birnenförmigen Früchte verströmen im Herbst einen intensiven, unverwechselbaren Duft. Roh sind sie hart und herb und kaum genießbar, erst durch Kochen entfalten sie ihr volles Aroma. Aus Quitten lassen sich Gelee, Marmelade, Saft und das beliebte Quittenbrot herstellen. Der wärmeliebende Baum ist pflegeleicht und kommt mit den meisten Gartenböden zurecht.

Zierquitte – die Blütenpracht im Vorfrühling
Die Zierquitte, auch Scheinquitte genannt, ist ein robuster Strauch oder Kleinbaum von bis zu drei Metern, der schon im zeitigen Frühjahr für Farbe sorgt. Ihre leuchtend roten, orangefarbenen oder rosa Blüten erscheinen oft, wenn der Garten sonst noch kahl ist, und sind eine wichtige frühe Nahrung für Insekten. Im Herbst trägt sie kleine, harte Früchte, die roh ungenießbar, gekocht aber zu Gelee verarbeitet werden können. Sie ist extrem anspruchslos, schnittverträglich und eignet sich gut als blühende Hecke oder als Solitär.
Quitten richtig verarbeiten
Wer zum ersten Mal Quitten erntet, ist oft überrascht, wie hart die Früchte sind. Das ist völlig normal, denn die Quitte gehört zu den Obstsorten, die roh kaum zu genießen sind. Vor der Verarbeitung reibt man den feinen Flaum ab und entfernt das Kerngehäuse. Anschließend werden die Früchte gekocht, wobei sie ihr intensives Aroma und eine schöne rötliche Farbe entwickeln. Aus dem Fruchtfleisch entstehen Gelee, Mus oder das feste Quittenbrot, aus dem Saft ein aromatischer Likör. So wird aus der unscheinbaren harten Frucht eine herbstliche Delikatesse.
Fazit
Bäume mit Q beschränken sich praktisch auf die Quitte und ihre Verwandte, die Zierquitte. Beide sind pflegeleicht und bereichern den Garten: die Quitte mit duftenden Früchten für die Küche, die Zierquitte mit leuchtenden Blüten im Vorfrühling. Wer etwas Besonderes sucht, ist mit diesen robusten Klassikern bestens beraten.
Häufige Fragen
Kann man Quitten roh essen?
In der Regel nicht. Rohe Quitten sind hart, herb und kaum genießbar. Erst durch das Kochen werden sie weich und entwickeln ihr typisches Aroma, etwa für Gelee oder Quittenbrot.
Was ist der Unterschied zwischen Quitte und Zierquitte?
Die Quitte ist ein größerer Obstbaum mit großen gelben Früchten. Die Zierquitte bleibt strauchförmig und wird vor allem wegen ihrer leuchtenden Frühlingsblüte gepflanzt, trägt aber ebenfalls kleine essbare Früchte.
Ist die Quitte winterhart?
Ja, die Quitte ist ausreichend winterhart für unser Klima. Sie liebt allerdings Wärme und dankt einen sonnigen, geschützten Standort mit einer besseren Ernte.
