Bäume mit U sind eine kleine, aber geschichtsträchtige Gruppe. Die Ulme war über Jahrhunderte ein prägender Baum unserer Landschaft, ehe eine Pilzkrankheit ihre Bestände dezimierte. Der Urweltmammutbaum wiederum galt als längst ausgestorben, bis man ihn überraschend wiederentdeckte. Zwei Bäume mit erstaunlichen Geschichten.
Hier findest du die wichtigsten Bäume mit U mit Wuchshöhe, Standort und Besonderheiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Bäume mit U sind selten, am bekanntesten ist die Ulme.
- Die Ulme war einst ein häufiger Allee- und Waldbaum, wurde aber durch das Ulmensterben stark dezimiert.
- Der Urweltmammutbaum ist ein lebendes Fossil, das lange als ausgestorben galt.
- Beide Bäume haben eine bewegte Geschichte und sind heute echte Besonderheiten.
| Baum | Wuchshöhe | Besonderheit |
|---|---|---|
| Ulme | bis 35 m | Asymmetrische Blattbasis, durch das Ulmensterben bedroht |
| Urweltmammutbaum | bis 35 m | Lebendes Fossil, sommergrüner Nadelbaum |
Ulme – der Baum mit der schweren Geschichte
Die Ulme wird bis zu 35 Meter hoch und war einst ein häufiger Allee-, Park- und Waldbaum. Erkennbar ist sie an der charakteristisch asymmetrischen Basis ihrer Blätter, deren beide Hälften unterschiedlich am Stiel ansetzen. Im zeitigen Frühjahr blüht sie noch vor dem Laubaustrieb. Seit dem 20. Jahrhundert hat das Ulmensterben, ausgelöst durch einen Schlauchpilz und übertragen vom Ulmensplintkäfer, die Bestände dramatisch reduziert. Viele alte Ulmenalleen sind dadurch verschwunden. Forscher arbeiten an widerstandsfähigen Sorten, und die Flatterulme wurde 2019 zum Baum des Jahres gekürt, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen.

Urweltmammutbaum – das wiederentdeckte Fossil
Der Urweltmammutbaum, botanisch Metasequoia, ist eine botanische Sensation. Lange kannte man ihn nur als Fossil und hielt ihn für ausgestorben, bis in den 1940er Jahren in China lebende Exemplare entdeckt wurden. Heute ist er ein beliebter Parkbaum, der bis zu 35 Meter hoch wird. Eine Besonderheit: Obwohl er ein Nadelbaum ist, wirft er im Herbst seine weichen, hellgrünen Nadeln ab, die sich vorher kupferrot färben. Er wächst schnell, ist anspruchslos und verträgt sogar feuchte Standorte, weshalb er in vielen Parks und Gärten zu finden ist.
Warum das Ulmensterben so dramatisch war
Das Ulmensterben gehört zu den verheerendsten Baumkrankheiten der jüngeren Geschichte. Verantwortlich ist ein aus Asien eingeschleppter Schlauchpilz, der die Wasserleitungsbahnen des Baums verstopft, sodass er von oben her vertrocknet. Verbreitet wird der Pilz vom Ulmensplintkäfer, der von Baum zu Baum fliegt. Innerhalb weniger Jahrzehnte fielen so große Teile der europäischen und nordamerikanischen Ulmenbestände der Krankheit zum Opfer. Heute setzt man auf resistente Züchtungen und einzelne überlebende Bäume, um der Ulme eine Zukunft zu geben. Wer eine pflanzen möchte, sollte gezielt auf widerstandsfähige Sorten achten.
Fazit
Bäume mit U sind selten, aber faszinierend. Die Ulme erzählt die bewegende Geschichte eines einst häufigen Baums, der gegen eine Krankheit kämpft, der Urweltmammutbaum die eines Fossils, das ins Leben zurückkehrte. Beide sind für Liebhaber besonderer Bäume eine spannende Wahl, wobei man bei der Ulme auf resistente Sorten achten sollte.
Häufige Fragen
Was ist das Ulmensterben?
Eine Baumkrankheit, ausgelöst durch einen eingeschleppten Schlauchpilz, der die Wasserleitungen der Ulme verstopft. Übertragen wird er vom Ulmensplintkäfer. Die Krankheit hat große Teile der Ulmenbestände vernichtet.
Ist der Urweltmammutbaum wirklich ein lebendes Fossil?
Ja. Er war nur aus versteinerten Funden bekannt und galt als ausgestorben, bis in den 1940er Jahren in China lebende Bäume entdeckt wurden. Seitdem wird er weltweit gepflanzt.
Verliert der Urweltmammutbaum seine Nadeln?
Ja, anders als die meisten Nadelbäume ist er sommergrün. Im Herbst färben sich seine Nadeln kupferrot und fallen ab, im Frühjahr treibt er frisch wieder aus.
